WAS IST GANZHEITLICH-INTEGRATIVE KÖRPERZENTRIERTE ATEMTHERAPIE?

Die Atemtherapie ist eine EMR anerkannte, körperzentrierte, komplementärtherapeutische Methode und eignet sich hervorragend als Ergänzung zur allgemeinen an der Pathogenese orientierten schulmedizinischen Behandlung. Sie wird daher von den meisten Krankenkassen über die Zusatzversicherung übernommen.

Der Fokus der Atemtherapie liegt auf der Salutogenese (nach A. Antonovsky) und somit auf dem Finden von Lösungen und dem Stärken von Ressourcen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen individuell zu fördern.

Atemtherapie ist Prozessarbeit, sie ist nachhaltig ausgerichtet und soll im Alltag selbständig angewendet werden können.

Die Atemtherapie anerkennt die Wechselwirkung und Verbindung zwischen unserer geistigen und körperlichen Gesundheit, sprich, sie ist ganzheitlich ausgerichtet.

Ziel der Therapie ist es schliesslich, dass Klient*innen ihr Körperempfinden schulen und so Bedürfnisse, Wünsche, Empfindungen, Gefühle und Gedanken wahrnehmen und konstruktiv mit ihnen umgehen können. Persönliche Ressourcen und Lösungen sollen gefunden, die Selbstheilungskräfte, bzw. die Selbstregulation, aktiviert sowie Resilienz aufgebaut und gepflegt werden. Wohlbefinden und Gesundheit werden gefördert.

WIE WIRD DIE GANZHEITLICH-INTEGRATIVE KÖRPERZENTRIERTE ATEMTHERAPIE ANGEWENDET?

Anders als es der Name vermuten lässt, steuert die Atemtherapie die Atmung nicht willentlich oder drängt sie aktiv in ein bestimmtes Atemschema. Der Atem wird erlebt und bewusst wahrgenommen, nicht gesteuert und kontrolliert. Es gibt daher kein „richtiges“ oder „falsches“ Atmen. Die Atemtherapie lässt die Atmung bewusst werden und macht erkenntlich, wie diese mit den individuellen Lebensumständen und dem eigenen Handeln und Wohlbefinden zusammenhängt. Wird das Handeln geändert und das Wohlbefinden gefördert, wird sich auch die Atmung verändern. Der*Die Atemtherapeut*in fördert über das Gespräch und spezifische Berührung sowie Griffe den Tastsinn und das achtsame Spüren sowie die Körperwahrnehmung des*der Klient*in. Die Berührung sowie die Griffe erfolgen dabei im Einklang mit dem individuellen Atemrhythmus. Sowohl das vegetative als auch das somatische Nervensystem beruhigen sich dabei. Der Körper entspannt sich und der Geist wird klar. Der Mensch befindet sich im Hier und Jetzt. Der Atem beginnt zu fliessen und wird vertieft. Die Regeneration wird gefördert und das Urvertrauen gestärkt. Themen und Anliegen können bearbeitet, bzw. verarbeitet werden. Wenn ein Mensch nicht berührt werden will, kann über Übungen im Stehen, Liegen oder Sitzen gearbeitet werden.

FÜR WEN IST DIE GANZHEITLICH-INTEGRATIVE KÖRPERZENTRIERTE ATEMTHERAPIE GEEIGNET?

Die ganzheitlich-integrative körperzentrierte Atemtherapie eignet sich grundsätzlich für alle, da sie der präventiven und nachhaltigen Gesundheitsförderung dient. Darüber hinaus eignet sich sich besonders für Menschen (Erwachsene, Jugendliche sowie Kinder) mit psychosomatischen Symptomen und Erkrankungen.

WARUM GANZHEITLICH-INTEGRATIVE KÖRPERZENTRIERTE ATEMTHERAPIE?

In unserer Atmung widerspiegelt sich eins zu eins unser psychisches und körperliches Befinden. Seit der Aufklärung dominiert die Trennung zwischen Körper und Geist unsere Gesellschaft. Der Körper kommt dabei an zweiter Stelle und wird lediglich als Mittel zum Zweck wahrgenommen. Dabei findet alles, was im Gehirn gemessen wird, seinen Niederschlag im Körper. Und wie wir uns im Körper fühlen, hat grossen Einfluss darauf wie wir uns im Leben fühlen, wie wir das Leben wahrnehmen. Viele Menschen haben nie gelernt auf ihren Körper und seine Bedürfnisse zu hören, weil es nicht wichtig, oder sogar störend war. Die Folgen sind innere Spannungszustände, unerklärliche Schmerzen, Unruhe, Panikattacken, Schlafstörungen, etc. Die Körpertherapie ermöglicht es auf unseren Körper zu hören, eine wertschätzende Beziehung zu uns selber aufzubauen sowie unsere existentiellen Bedürfnisse und Anliegen nicht nur intellektuell zu verstehen und zu erahnen,  sondern sie körperlich und emotional zu erleben und einzuordnen. Wir erleben und behandeln uns selbst wieder als Subjekt und sind nicht mehr nur funktionierendes Objekt. Dies ermöglicht einen ganzheitlichen, individuellen und somit nachhaltigen Prozess der Entwicklung und/oder Heilung.

WAS KLIENT*INNEN SAGEN...

B.K. (35)

„Nach der Körper-Atemtherapie habe ich ein ganz neues Bewusstsein für das Atmen und die Zusammenhänge mit meinem Körper und der Psyche. Mit Hilfe der Körper-Atemtherapie konnte ich diese Zusammenhänge besser verstehen und lernte mein Körpergedächtnis besser kennen, was mir ermöglicht die Verbindung zwischen Schmerzpunkten und Lösung durch den Atem zu entdecken. Dies hat direkten Einfluss auch auf meine Haltung und meine Emotionen und ermöglicht mir z.B. in Stresssituationen besser zu reagieren und mich abzugrenzen.“ 

M.S. (30)

„Bei der Körper-Atemtherapie kann ich mich auf meinen Körper auf eine Art und Weise einlassen, die mir im Alltag nicht besonders gut gelingt. Nach der Sitzung habe ich mein Anliegen wieder im Fokus und fühle mich mit meinem Inneren verankert. Man eignet sich auch eine neue Sprache über die eigenen Körperempfinden und schenkt so diesen mehr Beachtung. Weiter sehe ich die Körper-Atemtherapie als eine passende Ergänzung zur Gesprächstherapie. Michèles Umgang ist professionell und angenehm. Ihre Anleitungen sind hilfreich und ihre Übungen alltagstauglich. Die Therapie kann ich nur weiterempfehlen!“

L.C. (26)

„Die Körper-Atemtherapie war für mich eine ganz neue und aufregende Erfahrung. Über die Therapie habe ich gelernt, wie wichtig es ist, meinem Körper mehr Aufmerksamkeit zu schenken bzw. was die positiven Auswirkungen sind, es mehr zu machen. Michèles Anleitung in diesem Prozess war unabdingbar, sie kann einfach fühlen, was man braucht.“